4. Anlaufstellen
4.1. Juristische Unterstützung
Die folgenden Anlaufstellen sollen dabei helfen, rechtliche Unterstützung zu finden – ob bundesweit oder regional, allgemein oder spezialisiert.
Allgemeine Anwält*innensuche
Republikanische Anwält*innen- und Anwälteverein (RAV) e. V.
Der RAV ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Rechtsanwält*innen, die sich für Demokratie sowie Bürger*innen- und Menschenrechte einsetzen. Über die Online-Anwält*innensuche können Bürger*innen bundesweit sowie regional nach spezialisierten Anwält*innen für Rechtsbeistand und juristische Unterstützung suchen.Deutscher Anwaltsverein e. V.
Der Deutsche Anwaltsverein vertritt Rechtsanwält*innen in Deutschland. Über die Online-Anwaltauskunft können Bürger*innen bundesweit und regional nach Anwält*innen für Rechtsbeistand und juristische Unterstützung suchen.
Bundesrechtsanwaltskammer
Die Bundesrechtsanwaltskammer ist die bundesweite Vertretung der Rechtsanwaltskammern in Deutschland. Sie bietet eine Liste der regionalen Rechtsanwaltskammern, die jeweils eigene Anwält*innenssuchen für Bürger*innen bereitstellen.
Rechtsanwaltskammer Sachsen-Anhalt
Die Rechtsanwaltskammer Sachsen-Anhalt ist die berufsständige Vertretung aller zugelassenen Rechtsanwält*innen im Land Sachsen-Anhalt. Über die Online-Anwält*innensuche können Bürger*innen alle derzeit zugelassenen Rechtsanwält*innen des Landes finden, um regionale anwaltliche Unterstützung zu erhalten.
Spezialisierter Rechtsschutz
Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) e. V.
Die GFF ist eine Rechtsschutzorganisation, die mit Klagen vor Gerichten wie dem Bundesverfassungsgericht Grundsatzentscheidungen für das Grundgesetz erwirkt. Die Jurist*innen der GFF unterstützen strategische Rechtsverfahren, die Lebensumstände von Millionen Menschen verbessern können.
Gegenrechtsschutz
Gegenrechtsschutz ist ein Projekt von der Gesellschaft für Freiheitsrechte und FragDenStaat, das Personen unterstützt, wenn Behörden autoritär handeln und ihre Rechte missachten. Das Projekt verteidigt demokratisches Engagement sowie Presse- und Wissenschaftsfreiheit gegen juristische Angriffe von rechts mit Expertise, Anwält*innen und finanzieller Unterstützung.
FragDenStaat
FragDenStaat ist ein gemeinnütziges Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland e. V. Es fungiert als Beratungsstelle, die einzelne Beamt*innen sowie Angestellte in anderen Organisationen, in denen autoritäre Kräfte ihre Macht verfassungswidrig einsetzen, unterstützt. Diese Anlaufstelle bietet allgemeine und strategische Beratung mit juristischer und politischer Expertise, um umsetzbare und sichere Wege gegen demokratiegefährdende Missstände zu finden – auch anonym und streng vertraulich.
No SLAPP
No SLAPP ist eine Unterstützungsstelle des Vereins Blueprint for Free Speech e. V. für Journalist*innen und andere kritische Akteur*innen der Öffentlichkeit in Deutschland, die durch SLAPPs (Strategic Lawsuits Against Public Participation) angegangen werden. SLAPPs sind rechtliche Schritte, die darauf abzielen, kritische Stimmen einzuschüchtern.
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen-Anhalt (GEW)
Die GEW Sachsen-Anhalt ist die Interessenvertretung für Lehrkräfte und Eltern im Land Sachsen-Anhalt. Sie berät und unterstützt ihre Mitglieder bei arbeits-, dienst- und sozialrechtlichen Fragen und kann sie in rechtlichen Auseinandersetzungen vertreten.
dbb beamtenbund und tarifunion (dbb)
Der dbb ist ein Dachverband von Fachgewerkschaften für Beamt*innen und Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Er bietet seinen Mitgliedern über die Fachgewerkschaften Rechtsschutz und rechtliche Beratung an.
4.2. Opferberatung bei rechter Gewalt und digitalem Hass
Die folgenden Anlaufstellen unterstützen Betroffene von rechter, physischer und digitaler Gewalt – ob bundesweit oder regional.
Bundesweit
Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) e. V.
Der Verband ist ein Zusammenschluss von Beratungsstellen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die aus der Perspektive der Betroffenen rechte, rassistische und antisemitische Gewalt dokumentieren. Sie bieten Betroffenenberatung und erheben Langzeitdaten über Betroffenengruppen sowie das Vorgehen der Täter*innen.
Bundesverband Mobile Beratung
Der Bundesverband Mobile Beratung ist ein Zusammenschluss der mobilen Beratungsteams bundesweit, die zum Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und Verschwörungserzählungen beraten. Die mobile Beratung richtet sich an Einzelpersonen, Organisationen, Schulen, Betriebe, Politiker*innen und zivilgesellschaftliche Bündnisse, die sich gegen diese Formen der Diskriminierung engagieren wollen.
HateAid gGmbH
HateAid ist eine Beratungsstelle, die bundesweit Hilfe und Unterstützung bei digitaler Gewalt anbietet. Diese Anlaufstelle bietet kostenlose, unverbindliche und vertrauliche Beratung für Betroffene digitaler Gewalt an. Sie kann zudem bei der Beantragung einer Melderegisterauskunftssperre unterstützen.
Sachsen-Anhalt
Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Sachsen-Anhalt
Das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Sachsen-Anhalt ist ein landesweites Netzwerk von Partner*innen, die Unterstützungsangebote zu den Themenfeldern Rechtsextremismus und rechte Gewalt bereitstellen. Die Beratung durch die Netzwerkpartner*innen ist kostenlos und unverbindlich und bietet eine Übersicht zu verschiedenen Beratungsschwerpunkten.
Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt
Die Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt ist eine Beratungsstelle von Miteinander e. V. für Betroffene rechter Gewalt im Land Sachsen-Anhalt. Neben der Beratung von Betroffenen führt die Stelle ein unabhängiges Monitoring zum Ausmaß rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt durch.
Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg
Diese Beratungsstelle ist eine Einrichtung, die Menschen unterstützt, die Opfer eines politisch rechts motivierten Angriffs geworden sind. Sie hilft Betroffenen rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt dabei, die Folgen des Angriffs aufzuarbeiten und die Schäden zu kompensieren.
Mecklenburg-Vorpommern
LOBBI e. V.
LOBBI e. V. ist eine Opferberatungsstelle für Betroffene rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Anlaufstelle bietet Unterstützung bei rechtlichen, finanziellen und psychischen Fragen – das Angebot ist kostenlos und auf Wunsch anonym.
4.3. Antidiskriminierung und psychosoziale Unterstützung
Die folgenden Anlaufstellen unterstützen Betroffene von Diskriminierung, ob aufgrund von Herkunft oder Geschlecht, und bieten zum Teil neben rechtlicher auch psychosoziale Unterstützung – bundesweit und regional.
Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)
Die ADS ist eine unabhängige bundesweite Beratungsstelle, die Betroffene von Diskriminierung kostenlos über ihre Rechte informiert. Sie berät über Fristen und Handlungsmöglichkeiten bei Diskriminierung.
Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt
Die Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt ist eine Beratungsstelle, die Einzelfallberatungen auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) anbietet. Sie unterstützt Betroffene mit vertraulicher, kostenfreier Beratung auf vorjuristischer Ebene, bietet psychosoziale Beratung, hilft bei der Kontaktaufnahme mit diskriminierungsverantwortlichen Einrichtungen und vermittelt an weitere Beratungsstellen und Verbände.
Entknoten Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus und Diskriminierung
Entknoten ist ein Projekt des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e. V., bei dem Menschen über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus und Diskriminierung sprechen können. Die Beratungsstelle klärt über Rechte auf und hilft, gemeinsam mit den Betroffenen mögliche Wege zum Umgang mit Diskriminierung zu finden.
Psychosoziales Zentrum für Migrant*innen in Sachsen-Anhalt
Das Psychosoziale Zentrum für Migrant*innen in Sachsen-Anhalt ist eine Beratungs- und Therapieeinrichtung mit einem Schwerpunkt auf klinisch-psychologischer Praxis für Geflüchtete, die Verfolgung, Gewalt und Folter überlebt haben. Die Stelle bietet psychosoziale Beratung und Therapie für Migrant*innen und Geflüchtete in Sachsen-Anhalt an.
Rosa e. V.
Rosa e. V. unterhält eine gendersensible Verweisberatungsstelle für mehrfach von Diskriminierung betroffene Menschen auf der Flucht. Der Verein bietet in Sachsen-Anhalt Beratung und Vermittlung an weitere Unterstützungsstellen für geflüchtete Menschen, die mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt sind.
ZAFFA: Zentrale Anlaufstelle und Fachberatung bei organisierter Frauenfeindlichkeit und Antifeminismus
ZAFFA – ein Projekt von Lola für Demokratie e. V. – bietet Unterstützung bei organisierter Frauenfeindlichkeit und Antifeminismus. Ihre Angebote umfassen Fachberatung, Verweisberatung, Praxisqualifizierung zum Umgang mit antifeministischen Angriffen, Beratung zu Sicherheit und Schutzkonzepten, Fortbildungen, kollegiale Sprechstunden und bedarfsgerechte Verweisung an Gewaltschutz- und Opferberatungsstrukturen.
Antidiskriminierungsverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Der Antidiskriminierungsverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist eine Beratungsstelle, die Antidiskriminierungsberatung auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) anbietet. Die Stelle berät auch bei Diskriminierung, die nicht durch das AGG geschützt ist – etwa wegen des äußeren Erscheinungsbilds, ökonomischen Status, Gewichts oder der Elternschaft.
4.4. Flucht, Migration und Integration
Die folgenden Anlaufstellen bieten regionale spezialisierte Beratung für Menschen auf der Flucht und Menschen mit Migrationshintergrund und treten für ihre Interessen ein.
Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e. V.
Der Verein vertritt die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Bevölkerung mit Migrationsgeschichte auf Landesebene. Er steht als Fürsprecher und Ansprechpartner gegenüber der Landesregierung, migrationspolitisch relevanten Verbänden, Institutionen und Migrant*innenorganisationen in anderen Bundesländern zur Verfügung.
Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V.
Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V. ist eine Organisation, die sich für die Anerkennung der Rechte von geflüchteten Menschen und die Verbesserung ihrer Lebenssituation einsetzt. Der Verein bietet Beratung für geflüchtete Menschen und Multiplikator*innen, vermittelt an Beratungsstellen und Rechtsanwält*innen durch Anträge an den Rechtshilfefonds von Pro Asyl und unterstützt Selbstorganisation und Empowerment.
Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BuMF) e. V.
BuMF ist eine Beratungsstelle, die zu kinder- und jugendrechtlichen Fragen berät. Die Stelle stellt Materialien zum Bildungszugang für unbegleitete minderjährige Geflüchtete bereit.
Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e. V.
Die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e. V. ist eine Beratungsstelle, die Gemeinden zum Ablauf des Kirchenasyls und des Dossierverfahrens berät. Der Verein vermittelt Ansprechpersonen in den Landeskirchen und stellt Materialien für Gemeinden bereit.
Caritasverband für das Bistum Magdeburg e. V.
Der Caritasverband für das Bistum Magdeburg e. V. ist eine kirchliche Organisation, die Migrations- und Integrationsarbeit auf Diözesanebene koordiniert und fachlich begleitet. Er bietet Anwaltschaft für Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere für Geflüchtete und Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus.
AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.
Migration und Hilfe für Zugewanderte ist ein Angebot der AWO Sachsen-Anhalt, das Sozialarbeit mit Geflüchteten als wertegebundene Menschenrechtsprofession versteht. Diese Anlaufstelle setzt sich für tolerantes Miteinander, Gesundheits- und psychosoziale Versorgung, Arbeitsmarktintegration, Wohnung und Unterkunft sowie für fachliche und interkulturelle Kompetenz in der Flüchtlingssozialarbeit ein.
Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e. V.
Die Diakonie Mitteldeutschland ist ein Träger, der vielfältige Angebote im Bereich Migration, Flucht und Integration bereitstellt. Neben Migrationsberatungsstellen unterstützt diese Anlaufstelle das Ankommen und die Integration zugewanderter Menschen.
4.5. Schule, Jugend und Elternvertretung
Die folgenden Anlaufstellen bieten Unterstützung für Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern bei Konflikten rund um die Schule. Zudem finden sich Anlaufstellen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen bei Problemen mit Stellen der Kinder- und Jugendhilfe.
Landesschülerrat Sachsen-Anhalt
Der Landesschülerrat Sachsen-Anhalt ist die landesweite Interessenvertretung der Schüler*innen. Der Rat wirkt an der Gestaltung der Schul- und Bildungspolitik in Sachsen-Anhalt mit.
Landeselternrat Sachsen-Anhalt
Der Landeselternrat Sachsen-Anhalt ist die Interessenvertretung von Eltern auf Landesebene. Der Rat beteiligt sich an bildungspolitischen Diskussionen und Entscheidungsprozessen, um die Belange von Eltern in Sachsen-Anhalt zu vertreten.
Ombud LSA
Die Ombudsstelle Ombud LSA ist eine unabhängige, kostenlose und vertrauliche Beratungs- und Beschwerdestelle für Kinder, Jugendliche, junge Volljährige und Familien in Sachsen-Anhalt. Sie unterstützt bei Problemen und Konflikten mit Jugendämtern, Einrichtungen und anderen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe, informiert über Rechte und begleitet bei der Klärung von Konflikten.
Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e. V.
Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e. V. ist eine Beratungsstelle, die freie Träger der Kinder- und Jugendarbeit bei fachlichen, rechtlichen und politischen Fragen unterstützt. Er bietet zudem Orientierung, wenn Träger mit vermeintlichen Neutralitätsanforderungen oder Druck im Zusammenhang mit demokratischer und menschenrechtsorientierter Bildungsarbeit konfrontiert sind.
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen-Anhalt (GEW)
Die GEW Sachsen-Anhalt ist die Interessenvertretung für Lehrkräfte und Eltern im Land Sachsen-Anhalt. Die GEW berät und unterstützt ihre Mitglieder bei arbeits-, dienst- und sozialrechtlichen Fragen und kann sie in rechtlichen Auseinandersetzungen vertreten.
4.6. Verwaltung, Wissenschaft und Gleichstellungsarbeit
Die folgenden Anlaufstellen bieten Unterstützung, Bildungsformate und Interessenvertretung für Verwaltungsmitarbeitende, wissenschaftliche Institutionen und Aktive in der Gleichstellungsarbeit.
Verwaltung
Verwaltung für Demokratie e. V.
Verwaltung für Demokratie e. V. ist eine Organisation, die Verwaltungsmitarbeitende für den Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in und durch die Verwaltung einsetzt. Sie stärkt resiliente Verwaltungsstrukturen mit gemeinsamem Werteverständnis, um Handlungssicherheit gegen demokratiefeindliche Angriffe und rechtswidriges Verhalten zu schaffen.
FragDenStaat
FragDenStaat ist ein gemeinnütziges Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland e. V. Es fungiert als Beratungsstelle, die einzelne Beamt*innen sowie Angestellte in anderen Organisationen, in denen autoritäre Kräfte ihre Macht verfassungswidrig einsetzen, unterstützt. Diese Anlaufstelle bietet allgemeine und strategische Beratung mit juristischer und politischer Expertise, um umsetzbare und sichere Wege gegen demokratiegefährdende Missstände zu finden – auch anonym und streng vertraulich.
ex ante e. V.
ex ante e. V. ist ein Verein von verfassungsrechtlichen Expert*innen, der Ministerien, die Justiz und andere staatliche Institutionen auf Strategien autoritärer Populisten vorbereitet. Der Verein bietet Workshops, Vorträge und Fortbildungen zu rechtsstaatlicher und demokratischer Resilienz an und unterstützt dabei, demokratische Institutionen gegen Angriffe zu stärken.
Wissenschaft
Initiative Demokratische Wissenschaft (WissDem)
WissDem ist eine Unterstützungsstelle für wissenschaftliche Institutionen. Sie hilft dabei, autoritäre Bedrohungen für Wissenschaftsfreiheit und Hochschulautonomie zu erkennen und durch präventive Resilienzarbeit und solidarische Netzwerke handlungsfähig zu bleiben.
Gleichstellungsarbeit
Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
Die BAG ist die bundesweite Interessenvertretung für rund 1.900 kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte in Deutschland. Sie organisiert Fachtagungen und Bundeskonferenzen, initiiert Kampagnen und Aktionen, kooperiert mit einer Vielzahl an Institutionen und Verbänden und unterstützt die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in den Kommunen. Bei regionalen Fragen können sich Betroffene an die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Sachsen-Anhalt wenden.
Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e. V.
Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e. V. ist ein Dachverband von Frauenorganisationen in Sachsen-Anhalt und versteht sich als Servicestelle und Interessenvertretung für seine Mitglieder.
Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und Universitätsklinika
Die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und Universitätsklinika vertritt die Interessen der Student*innen, Wissenschaftler*innen und Mitarbeiter*innen der Hochschulen auf Landesebene und informiert und unterstützt die Gleichstellungsbeauftragten der einzelnen Hochschulen.
4.7. Kunst und Kultur
Initiative »Informationsstelle Kunstfreiheit«
Die Initiative wurde am 8. September 2026 vom Deutschen Künstlerbund ins Leben gerufen, um die öffentliche Kunstfreiheit in Deutschland zu stärken. Die Informationsstelle soll Fachwissen darüber, wie die Kunstfreiheit dauerhaft gestaltet und vor Angriffen geschützt werden kann, bündeln. Zudem plant sie einen Notfallfonds gegen die Übergriffe der extremen Rechten auf Kunstfreiheit und Kunstwerke.
4.8. Monitoring und Meldestellen
Die folgenden Anlaufstellen dokumentieren Vorfälle rassistischer, antisemitischer und rechter Gewalt mit dem Ziel, durch Transparenz strukturelle Veränderungen herbeizuführen.
Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) e. V.
RIAS betreibt ein Meldeportal für eine bundesweit einheitliche zivilgesellschaftliche Erfassung und Dokumentation antisemitischer Vorfälle. Dieser Verein ermöglicht es, antisemitische Vorfälle zu melden, und trägt so zur Dokumentation und Sichtbarmachung von Antisemitismus bei.
Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) e. V.
Der Verband ist ein Zusammenschluss von Beratungsstellen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die rechte, rassistische und antisemitische Gewalt aus der Perspektive der Betroffenen dokumentieren. Die Langzeiterhebungen des Verbands liefern wichtige Erkenntnisse über Betroffenengruppen und das Vorgehen der Täter*innen.
Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt
Die Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt ist eine Beratungsstelle von Miteinander e. V. für Betroffene rechter Gewalt im Land Sachsen-Anhalt. Neben der Beratung führt die Stelle ein unabhängiges Monitoring zum Ausmaß rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt durch.
LOBBI e. V.
LOBBI e. V. ist eine Opferberatungsstelle in Mecklenburg-Vorpommern, die zusätzlich ein Monitoring zu rechten Übergriffen in Mecklenburg-Vorpommern durchführt.
4.9. Politische Bildung und Demokratiearbeit
Die folgenden Anlaufstellen bieten Seminare, Workshops und Vorträge zur Stärkung der Zivilgesellschaft, demokratischer Werte und sozialer Gerechtigkeit.
Rosa-Luxemburg-Stiftung Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e. V.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist eine politische Bildungseinrichtung, die Veranstaltungen, Publikationen und Projekte zur politischen Bildung anbietet. Die Stiftung fördert demokratische Werte, gesellschaftliche Debatten und kritische Auseinandersetzung mit politischen und sozialen Themen.
Amadeu Antonio Stiftung
Die Amadeu Antonio Stiftung ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus einsetzt. Die Stiftung fördert demokratische Initiativen, leistet Opferschutz und Opferhilfe, betreibt Aufklärung und Forschung, engagiert sich in den Bereichen Jugendkultur und Bildung und arbeitet gegen Hatespeech.
Bildungskollektiv GEGENARGUMENT
Das Bildungskollektiv GEGENARGUMENT bietet Seminare, Trainings und Webinare zur Auseinandersetzung mit rechten und rassistischen Positionen an. Das Kollektiv entwickelt zudem Konzepte und berät zu einer ganzen Reihe von daran anknüpfenden Themen.
Allianz «Rechtssicherheit für politische Willensbildung»
Die Allianz ist ein Zusammenschluss von über 230 zivilgesellschaftlichen Vereinen und Stiftungen, die sich für die Sicherung der Gemeinnützigkeit von Organisationen einsetzen, die sich dafür einsetzen, dass Organisationen, die zur politischen Willensbildung beitragen, gemeinnützig bleiben. Sie stellt Informationsmaterialien zur Verfügung und verweist auf kostenlose Beratungsangebote für betroffene Organisationen.
RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Der Verein begleitet und stärkt Menschen, insbesondere in Bildungsinstitutionen, aus der Zivilgesellschaft sowie der öffentlichen Verwaltung, und entwickelt innovative demokratie- und medienpädagogische sowie historisch-politische Bildungsformate.
Beratungsnetzwerk Demokratie und Toleranz Mecklenburg-Vorpommern
Das Beratungsnetzwerk Demokratie und Toleranz Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Personen, Kommunen, Institutionen, Organisationen und Betriebe bei der Stärkung von Demokratie und Toleranz und der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus. Die kostenfreien Angebote reichen von einer aufsuchenden und diskreten Erst- oder Krisenberatung zur Vernetzung und Stärkung bis hin zu zertifizierten und individuell ausgerichteten Fortbildungen – digital oder vor Ort.
4.10. Förderung, Hilfsfonds und finanzielle Unterstützung
Die folgenden Anlaufstellen bieten finanzielle Unterstützung für Betroffene von rassistischer und antisemitischer Gewalt sowie für Menschen im Asylverfahren. Zudem werden Anlaufstellen für die Förderung von Projekten und NGOs sowie Petitionsplattformen aufgezeigt.
Soforthilfe und Einzelfallfonds
Contra Rechtsextremismus: Eine Stiftung des Deutschen Anwaltvereins – Zweckvermögen
Contra Rechtsextremismus ist eine Stiftung des Deutschen Anwaltvereins, die die Kosten für Rechtsberatung und Rechtsvertretung von Opfern rechtsextremistischer oder politisch motivierter Gewalttaten übernimmt, sofern sie bedürftig sind. Die Stiftung stellt sicher, dass Opfer in ihrer psychischen Notlage schnell und ohne bürokratische Hürden den notwendigen Rechtsrat und -beistand erhalten.
Opferhilfefonds des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) e. V.
Der Opferhilfefonds des VBRG ist ein Hilfsfonds für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt sowie ihre Angehörigen. Die finanzielle oder materielle Unterstützung wird individuell und abhängig von den Kriterien der jeweiligen Institution vergeben; bei Bedarf an Unterstützung bei der Antragsstellung oder Beratungsbedarf zu Entschädigungsleistungen können sich Betroffene an spezialisierte Opferberatungsstellen vor Ort oder direkt an den Hilfsfonds wenden.
Pro Asyl Fond
Der Pro Asyl Fond ist eine spendenfinanzierte Einzelfallhilfe von Pro Asyl, die Geflüchtete im Asylverfahren und Menschen mit aufenthaltsrechtlichen Problemen unterstützt. Die Hilfe kommt zum Einsatz, wenn eine Abschiebung droht oder andere asyl- oder aufenthaltsrechtliche Fragen geklärt werden müssen.
Projektförderung
Amadeu Antonio Stiftung
Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt Projekte, die für demokratische Werte, den Schutz von Minderheiten und Menschenrechte eintreten und sich aktiv gegen Rassismus und Antisemitismus einsetzen. Gefördert werden Projekte vor allem in kleinstädtischen, ländlichen und strukturschwachen Regionen oder dort, wo es Lücken staatlichen Handelns gibt.
Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt
Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt fördert mit dem Mikroförderprogramm „Engagement gewinnen. Ehrenamt binden. Zivilgesellschaft stärken.“ Projekte zur Stärkung von Engagement und Ehrenamt mit bis zu 1.500 Euro. Im Fokus stehen rein ehrenamtlich getragene Organisationen in ländlichen und strukturschwachen Regionen, um Menschen den Zugang zum Engagement zu erleichtern und bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Die bpb fördert Veranstaltungen und Projekte der politischen Bildung. Es gibt zwei Fördermöglichkeiten: die Richtlinienförderung für anerkannte Träger und deren Unterträger sowie Modellprojektförderungen für innovative Vorhaben nach §§ 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung.
Stiftungsindex
Der Stiftungsindex ist eine Liste von Stiftungen in Deutschland, die als alternative Förderer infrage kommen, wenn beispielsweise im Kunst- und Kulturbereich staatliche Mittel wegbrechen. Die Plattform hilft dabei, passende Stiftungen für Förderungen zu finden.
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V.
Der Stifterverband versteht sich als zentraler gemeinnütziger Akteur der Zivilgesellschaft, Treuhänder von Stiftungen und Plattform partnerschaftlichen Handelns. Der Verband setzt sich dafür ein, dass Stiftungen und Zivilgesellschaft gemeinsam mit Wirtschaft, Politik und Wissenschaft den gesellschaftlichen Wandel gestalten.
Netzwerk Polylux e.V.
Polylux e. V. ist ein solidarisches Netzwerk, das Vereine, Initiativen und Projekte der kritischen Zivilgesellschaft in Ostdeutschland unterstützt. Der Verein fördert lokale Demokratieprojekte durch Fördermitgliedschaften und vernetzt engagierte Menschen, die sich für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen.
Kampagnen und Plattformen
Campact e. V.
Campact e. V. ist eine Kampagnen-Organisation, die für progressive Politik eintritt und sich insbesondere für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und eine starke Zivilgesellschaft engagiert. Zu Campact gehören auch die Petitionsplattform WeAct, auf der Petitionen gestartet werden können, sowie die gemeinnützige Demokratie-Stiftung Campact.
innn.it e. V.
innn.it e. V. ist eine digitale Kampagnen- und Petitionsplattform, die Bürger*innen dabei unterstützt, Online-Petitionen zu starten und zu verbreiten. Die Plattform hilft dabei, Petitionen bis in rechtsverbindliche, direktdemokratische Initiativen wie Bürger*innenbegehren auf kommunaler Ebene weiterzuentwickeln.